Unterschiede von Festplatten, Vorteile und Nachteile

Herkömmliche SATA-Computerfestplatte Herkömmliche SATA-Festplatte

SATA-Festplatten (Serial Advanced Technology Attachment) in Computern bestehen aus magnetisierten Platten, die sich mit 5.400 bis 7.200 Umdrehungen pro Minute drehen. Um die heute gängigen Speichergrößen von Festplatte zu erreichen, werden mehrere Platten übereinander angeordnet.

Um Daten auf der Festplatte zu speichern, wird beim Schreiben die hartmagnetische Beschichtung der Scheibenoberfläche entsprechend der aufzuzeichnenden Information berührungslos magnetisiert. Zwischen und über den Platten bewegen sich die Leseköpfe in einem Abstand von weniger als einem Millimeter. Wird eine SATA-Festplatte in dem HDD-Festplattenlaufwerk (englisch "hard disk drive", Abkürzung "HDD") hart aufgesetzt kann es passieren, dass der Lesekopf auf der Plattenoberfläche aufsetzt und diese zerkratzt. Damit kann ein Totalschaden einer SATA-Festplatte verursacht werden, wenn zum Beispiel ein Laptop auf den Boden fällt.

SSD-Festplatten

Diesen Nachteil versucht man, durch die neuen SSD-Festplatten, zu umgehen. SSD-Festplatten bestehen aus Halbleiterspeicherbausteinen, die von der Zugriffsgeschwindigkeit mit dem Arbeitsspeicher der Computer vergleichbar sind.

Festplatten Geschwindigkeit

Die Zugriffsgeschwindigkeit von herkömmlichen Festplatten liegt bei Lesezugriffen bei mehr als 3,5 Millisekunden. Bei SSD-Laufwerken beträgt die Zugriffszeit 0,2 Millisekunden. Die Unterschiede sind enorm, denn die maximale Leserate beträgt bei Festplatten 150 Mbit/s und beim SSD-Laufwerk 509 Mbit/s.

SSD-Festplatten Nachteile

SSD Festplatte SSD-Festplatte für ein Notebook
  • SSD-Laufwerke kann man nicht „sicher löschen“, die Daten lassen sich wieder rekonstruieren. Das kann für Privatanwender gefährlich sein, wenn sie das Laufwerk verkaufen. Ihre Daten kann man nach einem Verkauf problemlos rekonstruieren, sofern der Speicher nicht formatiert worden ist. Dafür muss der TRIM-Befehl verwendet werden.
  • Ein weiterer Nachteil der SSD-Laufwerke ist ihr sehr hoher Preis. Liegt der Preis einer SATA-Festplatte mit einer Kapazität von 500 GB bei 50 €, so kostet das SSD-Laufwerk (Solid-State-Drive) mit der gleichen Kapazität das Doppelte.
  • Empfindlich reagiert eine SSD-Festplatte auf niedrige Temperaturen. Minusgrade von 10 Grad und mehr können einen Totalschaden verursachen. Daher sollte niemals ein Notebook bei Nachtfrost im Auto liegen gelassen werden.

SSD-Festplatten Vorteile

Bei den ganzen Nachteilen dürfen aber die Vorteile der SSD-Raid Laufwerke nicht übersehen werden.

  • Sie haben im Unterschied einen sehr geringen Stromverbrauch.
  • Außerdem sind sie leicht und klein.
  • Und sie arbeiten absolut lautlos, da sie keine beweglichen Teile besitzen.
  • Des Weiteren sind sie absolut stoßunempfindlich, was sie für den Einsatz in Notebooks und Netbooks stark prädestiniert, sprich hervorragend geeignet sind.

SSD-Festplatten benötigen keine Defragmentierung, diese Funktionen sollte in der Systemsteuerung ausgeschaltet werden.

CompactFlash-Karten

Ein Spezialfall bei den SSD-Laufwerken sind die CompactFlash-Karten, bzw. die Micro-SD-Karten. Diese finden zum Beispiel in digitalen Spiegelreflexkameras Verwendung. Kompakt-Flash-Karten haben eine extrem hohe Lesegeschwindigkeit, erreichen beim Schreiben von Daten aber nicht die Geschwindigkeit von normalen Festplatten. Aufgrund der hohen Lesegeschwindigkeit und ihrer Größe eignen sie sich hervorragend als portabler Speicher für ein Betriebssystem wie Linux. Um das Betriebssystem auf der CompactFlash-Karte zu starten benötigt man einen Adapter oder ein Lesegerät, das über USB am PC angeschlossen ist.